Martinsfest im Sonnenhaus 2015

martinsfest 42-1Wieland Nordmeyer

Jedes Jahr im Herbst das Fest im Dunkeln, das mit dem flackernden Licht der Laternen die Kinder bezaubert. Und wieder teilt der römische Soldat Martin mit dem frierenden Bettler seinen Mantel - im Schauspiel der Kindergartenkinder.

Aber nicht nur der Hl. Martin teilt: Eine griechische Bäuerin verschenkt Äpfel und öffnet ihren Heustadl für die Nacht. Grenzbeamte verteilen Decken. Freiwillige und Hilfsorganisationen stehen bereit mit wärmenden Mahlzeiten. Die Betroffenheit der Schüler und Schülerinnen über Nachrichten und Schicksale von flüchtenden Familien, fand Ausdruck in einem zweiten Theaterstück. Es beschreibt den Weg einer sechsköpfigen Familie samt Familienhund vom plötzlichen Aufbruch, über das Besteigen eines Schlauchbootes, das Frieren an Grenzzäunen, bis zur Aufnahme in Österreich, wo der erleichterten Familie Freundlichkeit und Unterstützung begegnen. Die Umvorstellbarkeit der Flucht war den Schülerinnen und Schülern Anlass, sich über Syrien, Routen und „Reise“-Bedingungen zu informieren. Die Sorge um die Menschen auf der Flucht und unser Beitrag zu Empfang und Unterstützung sind immer noch Thema im Sonnenhaus.

Wir sind in Sicherheit und können unser Leben gestalten: Nach dem Applaus brachen und teilten die Kinder stolz ihre selbstgebackenen Martinskipferl. Der heiße Kinderpunsch, die Würstl, die Atmosphäre um das Lagerfeuer und die Gespräche wärmten.